Kultur ist Leben: Sie schafft Identität und schöpft Werte
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Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der Kultur (alle drei Sprachkulturen der Schweiz, Musik u.a.m.) verwurzelt ist, aber ich nicht immer gleich ausgelebt habe. So habe ich als Teenager mit der Unterstützung des Gemeindepräsidenten an der Gemeindeversammlung als 17-jähriger finanzielle Unterstützung erhalten, um eine Kulturfabrik mit Namen „SEE LA VIE“, weil die Gemeinde am Zürichsee liegt, mit Mitstreitern aufzubauen. Unbewusst habe ich bereits dazumal eine Kulturbotschaft verkündet und zwar „Kultur ist Leben“. Leben braucht Kultur.

Auch lebendige und lernende Organisationen brauchen eine menschliche, wertebasierte Kultur. Das heute dominante Organisationsmodell basiert aber auf einseitig ökonomischen Prinzipien, die dem grenzenlosen Wachstum entstammen. Davon wurden auch die Führungsgrundsätze nicht ganzheitlich geprägt. Beides ist im Umbruch. Denn die Natur, welche es schon länger gibt, arbeitet in geschlossenen, selbstführenden/-organisierenden Kreisläufen. Um diese so dringend nötige, primär kulturelle, Veränderung zu ermöglichen, braucht es eine andere Haltung.

Die Kulturfabrik ist auch heute noch aktiv, einfach mit einem neuen Konzept. Auch habe ich dazumal die Kulturbotschaft ins lokale Jugendparlament, das ich mitgeprägt habe, und als aktives OK-Mitglied in in die kantonale und nationale Jugendsession getragen.

Seither ist viel gelaufen: Ich habe mir unbewusst eine mir passende, aber auch normierte Maske angezogen. Gesundheitlich und persönlich habe ich dafür einen hohen Preis bezahlt. Aus herzzerreissenden und gesundheitlichen Krisen lernte ich ganz tief dazu. Bald ist dieser Moment der Erkenntnis drei Jahre her. Heute ist meine Psyche wieder stärker in Balance. Der Körper braucht noch etwas Geduld und Zeit.

Seit 2,5 Jahren verbinde ich diese Erinnerungen, mit neuen achtsamen, widerstandsfähigen und selbstliebenden Praktiken und mein tiefer Glaube an die Kraft der menschlichen Kultur mit meinen 20 Jahren Berufserfahrung und ersten Erfahrungen als Unternehmer. Daraus hat sich mein Purpose geformt:

Ich erzähle meinem Sohn und meinen Enkeln Geschichten, wie ich mit meinen Werten und Mut menschliche Gemeinschaften inspiriert und bereichert habe, um Entwicklung zu ermöglichen.

Diesen schütze und differenziere ich, indem ich mich seit Anfang 2018 wie folgt fokussiere:

  • Beruflich steht VillageOffice im Zentrum. Zum Beispiel indem Diskussionsplattformen zu dezentralem Arbeiten ermöglicht werden oder unsere Botschaften in Studien, wie derjenigen des GDI, einfliessen. Aber auch dadurch, dass das Genossenschaftsunternehmen mit vielen tollen Menschen, diversen Partnern zusammen arbeitet, in Gemeinden Projekte entwickelt und Firmen für dezentrales Arbeiten gewinnt. Immer stehen Gemeinschaften im Zentrum.
  • Wo zeitlich möglich, gebe ich auf Plattformen meine Erfahrung weiter, um meine tiefe Überzeugung das der Mensch und seine Kultur im Fokus stehen muss zu verbreiten. Dabei geht es mir um die Ganzheit des Menschen als die Haltung zu stärken. Denn Kultur und Vertrauen entfalten sich nur über die Liebe als universelle Kraft.

Abschliessend noch zwei Bemerkungen und ein Zitat:

  • Der persönliche Purpose ist der Schlüssel und soll mit demjenigen der Organisation in Bezug stehen, aber sich differenzieren. Wir sind Mensch und nicht Unternehmen. Denn wenn wir uns in die Arbeit verknallen, hat das immer Folgen.
  • Das Loslassen von überholten Denk- und Handlungsmustern in dieser grössten Veränderung seit 150 Jahren geht tief – sehr tief. Wie Einstein einst gesagt haben soll: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“